Griesheimer Wehr bekommt neues Haus

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Die Freiwillige Feuerwehr Griesheim bekommt ein neues Gerätehaus. Schon 2017 sollen dank neuem Prioritätenprogramm die Bagger anrollen.

Reinhard Ries (l.) und Stadtrat Frank stellten gestern das Prioritätenprogramm für die Freiwilligen Wehren vor.
Foto: Reuß

Griesheim. Eine umfangreiche Analyse zu allen Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt hat für Griesheim einen positiven Effekt: Das dortige Feuerwehrgerätehaus in der Jungmannstraße 6 steht ganz oben auf der Liste. Die Analyse wurde von der Branddirektion gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband und der BKRZ GmbH, die als städtische Gesellschaft für den Bau und die Unterhaltung städtischer Feuerwehrimmobilien zuständig ist, durchgeführt. Daraus ergeben sich Prioritäten im städtischen Programm zum Neu- und Umbau und zur Sanierung der Gerätehäuser. Nachdem seit Auflage des sogenannten Prioritätenprogramms 1 und 2 im Jahr 2001 rund 17 Millionen Euro in die Infrastruktur der Freiwilligen Feuerwehren investiert wurden, will die Stadt nun erneut Geld in die Hand nehmen, um dieses als Prioritätenprogramm 3 fortzuschreiben.

Baubeginn für das Griesheimer Feuerwehrhaus soll bereits 2017 sein. Es entsteht auf dem Gelände an der Jungmannstraße, das vergrößert werden konnte, weil die BKRZ ein Nachbargrundstück dazukaufen konnte. Zwar ist das Haus erst 30 Jahre alt, doch haben sich viele Voraussetzungen geändert: Es gibt Frauen in den Einsatzabteilungen, Jugendfeuerwehren wurden gegründet. In Griesheim soll mit dem Neubau auch eine Mini-Wehr für die Jüngsten etabliert werden: „Jedes Mal, wenn wir ein neues Feuerwehrhaus haben, ist der Zuspruch viel größer“, sagt der Leitende Branddirektor Reinhard Ries und verweist auf Schwanheim, wo vor drei Jahren ein neues Haus gebaut wurde und die Mitgliederzahl von 22 auf 51 stieg. Die Freiwilligen Wehren in Frankfurt haben derzeit rund 900 Mitglieder – auch ein Erfolg des im März aus dem Amt scheidenden Stadtbrandinspektors Peter Kraft.

Stadtrat Markus Frank (CDU) informierte sich gestern gemeinsam mit Kraft über die Situation der Griesheimer Wehr: „Im neuen Prioritätenprogramm sind für zehn Jahre jedes Jahr zwei Millionen Euro vorgesehen“, sagte Frank. Die Modernisierung der Stadtteilwachen gehöre zum Staffelkonzept, das weg von der zentralistischen Struktur geht und die Freiwilligen Feuerwehren stärker einbindet. „Die Freiwilligen und die Berufsfeuerwehr sind ein Team“, sagte Ries. „Um die Wehren einsatztechnisch und strategisch gut aufzustellen, brauchen sie auch die entsprechenden Gebäude.“