Jugendfeuerwehr trainiert 24 Stunden lang Ernstfall

Die 24 Stundenübung, die in diesem Jahr von Freitag 18 Uhr bis Samstag 18 Uhr stattfand, ist ein schon lange herbeigesehnter Höhepunkt im Leben der Jugendlichen bei der Jugendfeuerwehr (JF) der Freiwilligen Feuerwehr Griesheim. Die jungen Feuerwehrleute sind für 24 Stunden im Feuerwehrgerätehaus und rücken zu vorbereiteten, realitätsnahen Übungen aus und lernen dabei den Alltag der Einsatzabteilung der Feuerwehr kennen.

Schon während der Einweisung und Begrüßung durch Wehrführer Fritz Diederich und Jugendwart Patrick Cieszynski kam es zur ersten Alarmierung. Ein Gefahrgutunfall mit Austritt von Kraftstoff. Bei der Anfahrt zur Einsatzstelle stellte sich aber heraus, dass es eine Verwechslung war. Danach gab es Abendessen im Gerätehaus. Das Absuchen von Räumen nach vermissten Personen spielt bei der Menschenrettung eine große Rolle. Daher wurden Suchtechniken zunächst theoretisch unterrichtet und danach in der Fahrzeughalle geprobt.

Kurz darauf kam der erste Löscheinsatz dieser Nacht. Um 22:36 Uhr wurden brennende Mülltonnen in der Grünanlage Am Gemeindegarten gemeldet. Schnell sprangen die Einsatzkräfte in ihre Uniformen, bestiegen das Löschfahrzeug und rückten zum Einsatzort aus. Die gute Ausbildung im letzten Jahr führte dazu, dass die Mülltonnen schnell gelöscht wurden. Jeder Handgriff saß.

Bereits um 23:58 Uhr wurde die Nachtruhe unterbrochen und es galt, eine vermißte Person im Rebstockgelände zu finden. Nach 90 Minuten konnte sie in einem Gebüsch gefunden werden und wurde dem Rettungsdienst übergeben. Auch wenn die 24 Stundenübungen sehr sorgfältig geplant sind, kommt es zu Überraschungen. In dieser Nacht war es eine echte Alarmierung für die Einsatzabteilung der FF Griesheim, die zu einem Wohnungsbrand in der Waldschulstraße ausrückte. Dies hautnah mitzuerleben, war ein überraschendes Erlebnis für die Nachwuchsfeuerwehrleute und zeigte ihnen, wofür sie jede Woche und auch diese Nacht üben.

Bei einem Verkehrsunfall in der Fritz-Klatte-Straße galt es um 9:50 Uhr, eine eingeklemmte Person zu befreien und eine unter dem Fahrzeug befindliche Person zu retten. Zudem hatte ausfließender Kraftstoff einen Brand entfacht.

Ein Unfall auf einer Baustelle mit einer unter einem Gerüst eingeklemmten Person verbunden mit Brandstiftung forderte um 15.51 Uhr als Abschluss der 24 Stundenübung noch einmal die jungen Feuerwehrleute. Die verletzte Person konnte befreit und die Brandherde inzwischen schon routiniert gelöscht werden.

Die jungen Feuerwehrleute hatten viel Freude an der 24 Stundenübung. Sie haben so Jugendwart Patrick Cieszynski alle Aufgaben sehr gut gemeistert. Diesem positiven Résumé schloß sich Wehrführer Fritz Diederich an und dankte den Jugendlichen für ihre Teilnahme, den Betreuern und Helfern für ihre Tätigkeiten sowie den Eltern für ihre Unterstützung.

-MW-

 

Der Angriffstrupp der Jugendfeuerwehr löscht einen Brand nach einem Verkehrsunfall an der Fritz-Klatte-Straße

Bericht der Jugendfeuerwehr >>hier<<

Bilder der 24 Stunden Übung >>hier<<